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Stimmiger Wahlauftakt mit Nachklang

Die EDU feierte am Samstag in Illnau ZH ein frohes Fest. Gleichzeitig wurde die Pflegefinanzierungs-Initiative vorgestellt.

Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Das gilt auch für die Wahlen vom 20. Oktober. Nach der früheren Doppelvertretung im Nationalrat will die EDU wieder mindestens ein Mandat erringen. Die Chancen dazu seien intakt, sagte Andreas Schnetzler, Schaffhauser Kantonsrat und Präsident der nationalen Wahlkommission, vor rund 150 Teilnehmenden. Die EDU stehe zu den Aussagen der Heiligen Schrift: «Unsere Werte sind unsere Chance.»

Im Herzen des Kantons
In seinem sympathischen Grusswort stellte Stadtpräsident Ueli Müller (SP) die Stadt Illnau-Effretikon vor. «Wir liegen an der Schnittstelle zwischen Zürcher Oberland und Unterland und bilden damit quasi das Zentrum des Kantons», meinte er. Die Geschichte der flächenmässig viertgrössten Stadt des Kantons mit rund 17'200 Einwohnern ist von einem kontinuierlichen Wachstum geprägt. Leider sei die EDU heute nicht mehr im Parlament vertreten. Die Vielfalt an Meinungen mache es aus, meinte der Magistrat. Und ermutigte augenzwinkernd: «Holen Sie den Nationalratssitz wieder zurück – aber nicht auf Kosten meiner Partei!»

«Ohne Risiken und Nebenwirkungen»
Eine wirksame Kostenbremse im Gesundheitswesen müsse zentral erfolgen: Davon zeigte sich Parteipräsident Hans Moser überzeugt. «Pflegekosten fordern das öffentliche Gemeinwesen heraus», stellte er fest. Die EDU-Initiative fordere die Übertragung der Pflegefinanzierung an den Bund und damit Kostentransparenz und klare Verantwortlichkeiten. «Dieser Systemwechsel ist sozialverträglich und entlastet Kantone und Gemeinden, die immer mehr Aufgaben übernehmen mussten.»
«Ihre Initiative zielt in die richtige Richtung», attestierte Christoph Meier. Der frühere Direktor des Dachverbands santésuisse hob in der Aussensicht eines Unabhängigen den neuartigen Ansatz dieses Vorstosses im Bereich KVG hervor.

Freudig unterwegs bleiben
In einem angeregten Podiumsgespräch äusserten sich Kandidierende zum bevorstehenden Wahlkampf. Politisieren mit dem Image «christlich» könne auch Vorteile haben, meinte eine Berner Grossrätin. «Unsere Werte sind es mir wert, mein Bestes dafür zu geben.» Und der Zürcher Spitzenkandidat Hans Egli verriet sein Motto: «Verantwortung übernehmen, erlebbar und fassbar werden.» Es gehe darum, seine Berufung zu erkennen, hinzustehen und freudig unterwegs zu bleiben, so der Grundtenor.
Den musikalischen Auftakt setzte die Brass Band Zürcher Oberland. Mit den beschwingt-jazzigen Klängen von Daniel Sägesser und Beat Inderbitzin (Akkordeon, Klarinette/Saxophon) klang der stimmige Anlass aus. Fast schon prophetisch wirkte das Medley mit dem bekannten Spiritual «O when the Saints go marching in». Was, wenn die EDU am 20. Oktober wieder ins Bundeshaus einzieht? Dieser Gedanke dürfte wohl noch etwas nachklingen.

 

Weitere Infos, Unterschriftenbögen etc. unter ww.pflegefinanzierungs-initiative.ch